Aufwärtstransformator: Funktionsweise erklärt

Aufwärtstransformator: Funktionsweise erklärt

Wie funktioniert ein Spannungserhöhungstransformator?

Dieser Artikel erklärt die Funktionsweise eines Spannungserhöhungstransformators – eines Geräts, das die Spannung eines Wechselstroms zwischen Ein- und Ausgang erhöht und dabei die übertragene Energie beibehält.
Diese Technologie ist unverzichtbar für die Übertragung elektrischer Energie über große Entfernungen, zahlreiche industrielle Anwendungen, erneuerbare Energien sowie für integrierte Stromwandler und Bordelektronik.
SEM SUHNER entwickelt und fertigt dieses Produkt seit 1962 in Großserie.

Was ist ein Spannungserhöhungstransformator?

Ein Spannungserhöhungstransformator ist ein Gerät, das eine Niederspannung zwischen Primärwicklung und Sekundärwicklung in eine höhere Spannung umwandelt.
Die Sekundärwicklung besitzt eine höhere Windungszahl als die Primärwicklung. Diese wesentliche Eigenschaft erklärt, wie der Spannungserhöhungstransformator die an den Anschlüssen der Sekundärwicklung verfügbare Spannung erhöht. Dadurch wird die Spannung für die Energieübertragung angepasst und nutzbar gemacht.
Im Gegensatz dazu nutzt ein Spannungsreduzierungstransformator (Abwärtstransformator) das umgekehrte Übersetzungsverhältnis, um die Spannung zu reduzieren.
Spannungserhöhungstransformatoren werden am Ausgang von Kraftwerken eingesetzt, um den Strom für Übertragungsleitungen anzupassen und elektrische Energie in das öffentliche Netz einzuspeisen. In der anschließenden Energieverteilung übernimmt dann ein Spannungsreduzierungstransformator die Umwandlung auf niedrigere Spannungsniveaus.

Funktionsprinzip eines Spannungserhöhungstransformators

Die Funktionsweise eines Spannungserhöhungstransformators basiert auf der elektromagnetischen Induktion zwischen Primärwicklung und Sekundärwicklung, die über einen ferromagnetischen Kern miteinander gekoppelt sind.
Drei physikalische Gesetze erklären die Funktionsweise eines Spannungserhöhungstransformators. Dieser Abschnitt beschreibt den detaillierten Ablauf Schritt für Schritt, um zu verstehen, wie elektrische Energie umgewandelt wird.

Elektromagnetische Induktion und das Faradaysche Gesetz

Das Faradaysche Gesetz beschreibt, wie ein veränderliches Magnetfeld in einer Wicklung eine Spannung in einer zweiten Wicklung induziert.

Der Wechselstrom fließt durch die Primärwicklung und erzeugt dort ein veränderliches Magnetfeld. Dieses Magnetfeld induziert wiederum die Spannung in der Sekundärwicklung.

Ohne Wechselstrom entsteht kein veränderliches Magnetfeld – und damit funktioniert auch die Spannungserhöhung nicht mehr. Dieses Prinzip bildet die Grundlage der Spannungsumwandlung in einem Transformator.

Windungsverhältnis (N₂ > N₁)

Die Anzahl der Windungen der Sekundärwicklung bestimmt das Übersetzungsverhältnis des Transformators. Wenn N₂ (Sekundärwicklung) größer ist als N₁ (Primärwicklung), erhöht das Gerät die Spannung und ermöglicht eine höhere Ausgangsspannung.

Dabei gilt die folgende Beziehung: U₂/U₁ = N₂/N₁

Diese Beziehung gilt, solange die Energieverluste vernachlässigbar bleiben. Eine Veränderung dieses Verhältnisses beeinflusst direkt die Eigenschaften und die Funktion des jeweiligen Transformatortyps.

Leistungserhaltung (U₁·I₁ ≈ U₂·I₂)

Ein Transformator erhält die elektrische Leistung zwischen Primär- und Sekundärseite näherungsweise aufrecht:  U₁·I₁ ≈ U₂·I₂. 

Eine Erhöhung der Spannung führt daher zu einer proportionalen Verringerung des Stroms. Genau diese Eigenschaft erklärt den Einsatz von Spannungserhöhungstransformatoren in Hochspannungsleitungen: Weniger Strom bedeutet geringere Energieverluste durch den Joule-Effekt.

Durch die Erhöhung der Spannung kann elektrische Energie über große Entfernungen effizient übertragen werden. Ohne dieses Prinzip wäre die Fernübertragung elektrischer Energie deutlich weniger wirtschaftlich und technisch wesentlich schwieriger umzusetzen.

Komponenten eines Spannungserhöhungstransformators

Drei wesentliche Elemente gewährleisten die Umwandlung elektrischer Energie innerhalb eines Transformators.

Geschichteter Magnetkern

Der Magnetkern aus geschichteten Siliziumstahlblechen leitet das Magnetfeld zwischen den beiden Wicklungen.

Die Schichtung reduziert Wirbelstromverluste und verbessert dadurch den Wirkungsgrad des gesamten Transformators. Das verwendete Material beeinflusst direkt die magnetischen Eigenschaften der Einheit. Der Einsatz von kornorientiertem Material ermöglicht eine zusätzliche Optimierung der Leistungsfähigkeit und Effizienz.

Primär- und Sekundärwicklungen

Die Wicklungen – bestehend aus Primärwicklung und Sekundärwicklung aus emailliertem Kupferdraht – führen den Wechselstrom.

Die Primärwicklung nimmt die zugeführte elektrische Energie auf, während die Sekundärwicklung eine erhöhte Spannung für die jeweilige Anwendung bereitstellt.

Ein Hersteller von elektrischen Transformatoren in Großserie wie SEM SUHNER fertigt diese Wicklungen kundenspezifisch nach Lastenheft bzw. technischen Anforderungen und unterstützt dabei Entwicklungs- und Konstruktionsbüros bei der Umsetzung ihrer Projekte.

Isolierung und Kühlsysteme

Die Isolierung zwischen den einzelnen Windungen sowie zwischen den Wicklungen schützt den Transformator vor elektrischen Durchschlägen.

Das Kühlsystem – beispielsweise durch Luftkühlung oder Mineralöl – sorgt für die Ableitung der entstehenden Wärme und gewährleistet so einen sicheren und kontinuierlichen Betrieb.

Dieser thermische Schutz ist für die elektrische Sicherheit von entscheidender Bedeutung: Er trägt langfristig zum Schutz der Wicklungen bei und bewahrt gleichzeitig den ferromagnetischen Kern vor thermischer Belastung.

Die verschiedenen Arten von Spannungserhöhungstransformatoren

Die verschiedenen Arten von Spannungserhöhungstransformatoren

Die verschiedenen Arten von Spannungserhöhungstransformatoren

Der einphasige Spannungserhöhungstransformator wird eingesetzt, um aus einer Niederspannungsquelle eine haushaltsübliche Spannung bereitzustellen: beispielsweise 12 V 220 V für Solarwechselrichter oder 110 V 220 V zur Anpassung kleiner importierter Elektrogeräte.

Diese Transformatorenausführung findet insbesondere in Off-Grid-Anwendungen Verwendung und sorgt für eine stabile Spannungsversorgung kleiner elektrischer Verbraucher und eingebetteter Systeme.

Dreiphasiger Spannungserhöhungstransformator (220 V → 380 V)

Der dreiphasige Spannungserhöhungstransformator versorgt Maschinen in industriellen Produktionsanlagen und Fertigungslinien, indem er eine dreiphasige Eingangsspannung von 220 V auf eine Ausgangsspannung von 380 V erhöht.

Um den Unterschied zwischen einphasiger und dreiphasiger Stromversorgung besser zu verstehen, erläutert unser Artikel über die Unterschiede zwischen Einphasen- und Dreiphasensystemen die typischen Einsatzbereiche und Anwendungen.

Leistungstransformator (MS / HS – Mittel- und Hochspannung)

Leistungstransformatoren im Mittelspannungsbereich (MS, ca. 1–50 kV) und Hochspannungsbereich (HS, > 50 kV) erhöhen die Spannung nach Kraftwerken, um eine effiziente Energieübertragung über große Entfernungen zu ermöglichen.

In nationalen Stromnetzen können dabei Spannungen von bis zu 400 kV erreicht werden.

Unterschiede zwischen Spannungserhöhungs- und Spannungsreduzierungstrans-formatoren

Vergleichstabelle: Spannungserhöhungstransformator vs. Spannungsreduzierungstrans-formator

Kriterium

Spannungs-erhöhungstransformator

Spannungs-

reduzierungstransformator

Typische Anwendung

Eingang

Niederspannungsquelle (NS)

Hochspannungsquelle (HS)

Ausgang

Höheres Spannungsniveau

Niedrigeres Spannungsniveau

Windungsverhältnis N₂/N₁

> 1

< 1

Bestimmt das Spannungsniveau

Wirkungsgrad

95–99 %

95–99 %

Gemäß IEC 60076

Einsatzbereich

Industrie, erneuerbare Energien, Energieübertragung

Endverbraucher

Industrie, Wohngebäude

   

Wie erkennt man einen Spannungserhöhungstransformator?

Um einen Spannungserhöhungstransformator zu erkennen, vergleicht man die auf dem Typenschild angegebenen Nennspannungen der Primär- und Sekundärseite.

Gilt U₂ > U₁, handelt es sich um einen Spannungserhöhungstransformator. Ist hingegen U₂ < U₁, liegt ein Spannungsreduzierungstransformator (Abwärtstransformator) vor, dessen Aufgabe darin besteht, die Ausgangsspannung zu verringern.

Eine reduzierte Ausgangsspannung entspricht dabei immer einem Verhältnis: N2 < N1

Reversibilität eines Transformators

Ein Transformator ist theoretisch reversibel: Wird die Sekundärwicklung als Primärwicklung angeschlossen, kann die Einheit als Spannungsreduzierungstransformator arbeiten.

Eine Änderung der Anschlussrichtung verändert somit die Hauptfunktion des Transformators. In der Praxis sind jedoch Isolationsanforderungen, Nennstrom sowie Schutzmechanismen für eine bestimmte Betriebsrichtung ausgelegt, wodurch der Betrieb im umgekehrten Modus eingeschränkt sein kann.

Anwendungen von Spannungserhöhungstransformatoren

Die Einsatzbereiche von Spannungserhöhungstransformatoren umfassen vier große Anwendungsfelder – von der Energieübertragung über industrielle Anwendungen bis hin zu Off-Grid-Installationen.

Im Alltag kommen Spannungserhöhungstransformatoren auf verschiedenen Ebenen des Stromnetzes zum Einsatz und werden sowohl in industriellen Anwendungen als auch im privaten bzw. wohnwirtschaftlichen Bereich verwendet.

Transport und Verteilung elektrischer Energie im Hochspannungsbereich

Für die Energieübertragung über große Entfernungen werden Spannungserhöhungstransformatoren eingesetzt, um Leistungsverluste entlang der Leitungen zu reduzieren.

Eine Erhöhung der Spannung verringert den Stromfluss und damit die Energieverluste durch den Joule-Effekt in den Leitern – ein entscheidender Vorteil für eine effiziente Energieübertragung.

Diese Anwendung trägt dazu bei, die Belastung der Leitungen zu reduzieren und die Gesamtverluste im Stromnetz zu minimieren.

Industrie und dreiphasige Maschinen

Industriebetriebe setzen Spannungserhöhungstransformatoren ein, um Motoren und elektrische Systeme zu versorgen, die ein höheres Spannungsniveau benötigen als das interne Versorgungsnetz bereitstellt.

Diese Transformatoren ermöglichen den zuverlässigen Betrieb von Produktionsanlagen und Fertigungslinien und decken den Energiebedarf zahlreicher industrieller Anwendungen und Werkstätten ab.

Erneuerbare Energien (Solar- und Windenergie)

Solar- und Windparks integrieren Spannungserhöhungstransformatoren zwischen den Wechselrichtern (Niederspannung) und dem Stromnetz (Hochspannung).

Diese Transformatoren werden am Einspeisepunkt eingesetzt und ermöglichen eine sichere Einspeisung der erzeugten elektrischen Energie in das öffentliche Stromnetz.

Sie kommen sowohl in Photovoltaikanlagen als auch im Windenergiesektor zum Einsatz und sorgen für die Anpassung des Spannungsniveaus an die Anforderungen des Netzes.

12V→220V-Spannungswandler (für Wohnmobile und Off-Grid-Systeme)

Für Off-Grid-Anwendungen ermöglicht ein Spannungswandler in Kombination mit einem Wechselrichter die Umwandlung von 12V Batteriespannung in nutzbare 220V Wechselspannung für herkömmliche elektrische Geräte. Diese Technologie ist besonders für Wohnmobile, Campingfahrzeuge, autarke Energiesysteme sowie abgelegene Wohnbereiche ohne Netzanschluss unverzichtbar.

Transformatoren und Spannungswandler kommen dabei in autonomen Stromversorgungssystemen zum Einsatz und sorgen für eine zuverlässige Energieversorgung unterwegs oder in netzunabhängigen Installationen.

Technische Eigenschaften und Leistungsfähigkeit

Typischer Wirkungsgrad (95–99%)

Der Wirkungsgrad moderner Spannungswandler bzw. Transformatoren erreicht im Nennbetrieb typischerweise 95 bis 99%. Grundlage hierfür bilden internationale Normen wie die IEC 60076 sowie technische Daten führender Hersteller.

Energieverluste entstehen hauptsächlich im Magnetkern (Hysterese- und Wirbelstromverluste) sowie in den Wicklungen durch den elektrischen Widerstand (Joule-Verluste). Hochwertige Transformatoren und Wickelgüter sind darauf ausgelegt, diese Verlustquellen zu minimieren, um die Gesamtenergieeffizienz zu maximieren und Leistungsverluste zu reduzieren.

Effiziente Transformatoren leisten damit einen wichtigen Beitrag zu energieoptimierten Stromversorgungssystemen, sowohl in industriellen Anwendungen als auch in der Energieverteilung.

Spannungsbereiche – von 110 V bis 400 kV

Transformatoren und Spannungswandler decken ein breites Spannungsspektrum von 110 V bis zu 400 kV ab. Während kleinere Systeme beispielsweise in Haushaltsgeräten, Stromversorgungen oder Spannungswandlern eingesetzt werden, kommen Hochspannungstransformatoren in Energieübertragungsnetzen und industriellen Anwendungen zum Einsatz.

Diese große Bandbreite ermöglicht den Einsatz in zahlreichen Bereichen – von Wohnmobilen und Off-Grid-Systemen bis hin zu Hochspannungsnetzen, Industrieanlagen und Energieinfrastrukturen.

IEC 60076-Norm und führende Hersteller von Transformatoren

Die internationale Norm IEC 60076 definiert wesentliche Anforderungen an Konstruktion, Prüfung, Sicherheit und Betrieb von Leistungstransformatoren. Sie dient weltweit als Referenz für Qualität, Zuverlässigkeit und technische Leistungsfähigkeit.

Zusätzlich bieten technische Spezifikationen und Anwendungsdaten führender Hersteller wertvolle Orientierung bei der Auswahl eines geeigneten Produkts. Entscheidend sind dabei Kriterien wie Wirkungsgrad, Spannungsbereich, Sicherheit, Materialqualität und Anwendungsgebiet.

Für Unternehmen und Einkäufer ist die technische Rückverfolgbarkeit sowie die Prüfung relevanter Normen und Produktspezifikationen ein wichtiger Faktor bei der Auswahl hochwertiger Transformatoren, Wickelgüter und Spannungswandler.

Wie wählt man den richtigen Hochspannungstransformator aus?

Die Auswahl eines geeigneten Hochspannungstransformators oder Spannungswandlers erfolgt idealerweise anhand eines strukturierten Vorgehens. Eine sorgfältige Auslegung hilft dabei, Leistung, Energieeffizienz und Betriebssicherheit optimal auf die jeweilige Anwendung abzustimmen.

 

  1. Leistungsbedarf (kVA) ermitteln

Zunächst sollte die benötigte Scheinleistung (kVA) anhand des gesamten Stromverbrauchs des Systems oder der angeschlossenen Verbraucher berechnet werden. Eine korrekte Dimensionierung verhindert Überlastungen und trägt zur langfristigen Zuverlässigkeit des Transformators bei.

 

  1. Primär- und Sekundärspannung festlegen

Die erforderlichen Primär- und Sekundärspannungen müssen präzise definiert werden. Je nach Anwendung variieren die Spannungsbereiche – von Niederspannungsanwendungen bis hin zu industriellen Hochspannungsnetzen.

 

  1. Netzfrequenz prüfen

Die Netzfrequenz spielt eine entscheidende Rolle bei der Auslegung eines Transformators. In Europa liegt diese üblicherweise bei 50 Hz, während in den USA häufig 60 Hz verwendet werden. Der Transformator muss auf die jeweilige Frequenz abgestimmt sein, um einen sicheren und effizienten Betrieb zu gewährleisten.

 

  1. Einsatzumgebung berücksichtigen

Die Installationsumgebung beeinflusst die Auswahl maßgeblich. Wichtige Kriterien sind beispielsweise Innen- oder Außenanwendung, Schutzart (IP-Schutzklasse), Temperaturbedingungen, Feuchtigkeit sowie industrielle Anforderungen.

 

  1. Normen und Sicherheitsanforderungen kontrollieren

Vor der finalen Auswahl sollte geprüft werden, ob der Transformator den geltenden Normen und Sicherheitsanforderungen, insbesondere der IEC 60076, entspricht. Zertifizierungen und technische Spezifikationen bieten zusätzliche Sicherheit hinsichtlich Qualität, Zuverlässigkeit und technischer Konformität.

Berechnung der benötigten Leistung (kVA)

Die erforderliche Scheinleistung (kVA) eines Transformators oder Spannungswandlers wird anhand der Gesamtleistung aller angeschlossenen elektrischen Verbraucher berechnet. Dabei sollten sowohl der tatsächliche Energiebedarf als auch ein geeigneter Gleichzeitigkeitsfaktor berücksichtigt werden.

Um Überlastungen und Leistungseinbußen zu vermeiden, empfiehlt es sich, eine Leistungsreserve von etwa 20 % einzuplanen. Eine sorgfältige Dimensionierung trägt wesentlich zur Zuverlässigkeit, Energieeffizienz und langfristigen Betriebssicherheit elektrischer Systeme bei und berücksichtigt zugleich zukünftige Leistungsanforderungen.

Auswahlkriterien: Spannung, Frequenz und Einsatzumgebung

Wichtige Auswahlkriterien für Transformatoren und Spannungswandler sind Spannungsniveau, Netzfrequenz, Einsatzumgebung sowie Schutz vor Überlastung. Besonders bei kundenspezifischen Transformatoren und Wickelgütern ist eine präzise Abstimmung auf die technischen Anforderungen entscheidend, um Leistung und Betriebssicherheit optimal zu gewährleisten.

Vor- und Nachteile von Aufwärtstransformatoren

Aufwärtstransformatoren bieten zahlreiche Vorteile, darunter hohe Energieeffizienz, bewährte Zuverlässigkeit, modulare Bauweise sowie flexible Anpassungsmöglichkeiten an unterschiedliche Leistungsanforderungen.

Zu den möglichen Nachteilen zählen Platzbedarf, Gewicht, Leerlaufverluste sowie die Notwendigkeit eines geeigneten Schutzes gegen Kurzschlüsse und Überlastung. Eine sorgfältige Auslegung hilft dabei, die Betriebssicherheit zu erhöhen und die Investition langfristig zu schützen.

Häufig gestellte Fragen zu Aufwärtstransformatoren

Kann man 220V Wechselstrom in 220V Drehstrom umwandeln?

Ein einfacher Transformator kann einphasigen Strom nicht in Drehstrom umwandeln. Für die Umwandlung von 220V einphasig auf 220V dreiphasig werden spezielle Phasenumrichter oder Frequenzumrichter mit entsprechender Leistungselektronik benötigt.

Was ist der Unterschied zwischen Mittelspannung (MS) und Hochspannung (HS)?

Die Mittelspannung (MS) umfasst Spannungsbereiche von 1 bis 50 kV, während die Hochspannung (HS) Spannungen über 50 kV bezeichnet und insbesondere in Energieübertragungsnetzen eingesetzt wird.

Welche vier Arten von Dreiphasentransformatoren gibt es?

Die vier Standard-Schaltungsarten eines Drehstromtransformators sind Stern-Stern (Yy), Stern-Dreieck (Yd), Dreieck-Stern (Dy) sowie Dreieck-Dreieck (Dd). Je nach Netzanforderung kommen unterschiedliche Schaltungen zum Einsatz, beispielsweise zur Anpassung von Spannung, Lastverteilung oder Netzstabilität.

Welche Aufgabe hat ein Abwärtstransformator?

Ein Abwärtstransformator reduziert die elektrische Spannung auf ein niedrigeres, nutzbares Niveau – beispielsweise von 380V auf 230V für industrielle oder haushaltsnahe Anwendungen.

Das Funktionsprinzip basiert darauf, dass die Sekundärwicklung weniger Windungen als die Primärwicklung besitzt. Dadurch wird die Spannung reduziert – im Gegensatz zum Aufwärtstransformator, der die Spannung erhöht.

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